• Aktuelles zum Thema Arbeitsbewilligungen - März 2018
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Aktuelles zum Thema Arbeitsbewilligungen - März 2018

07. März 2018

Erleichterte Einbürgerung für Ausländerinnen und Ausländer der dritten Generation

Seit Mitte Februar 2018 können sich junge Ausländerinnen und Ausländer unter 25 Jahren und Ausländerinnen und Ausländer der dritten Generation im erleichterten Verfahren einbürgern lassen. Der Einbürgerungsprozess ist kürzer und kostengünstiger. Wer Mitte Februar 2018 zwischen 26 und 35 Jahre alt war, kann im Rahmen einer Übergangsregelung innert fünf Jahren ebenfalls ein Gesuch stellen.

 

Wer profitiert von der erleichterten Einbürgerung der dritten Generation?

Personen die,

  • in der Schweiz geboren sind,
  • mindestens fünf Jahre die obligatorische Schule in der Schweiz besucht haben,
  • im Besitz einer Niederlassungsbewilligung und gut integriert sind,
  • ein Elternteil sich mindestens zehn Jahre in der Schweiz aufgehalten und hier mindestens fünf Jahre die obligatorische Schule besucht haben und im Besitze einer Niederlassungsbewilligung sind,
  • ein Grosselternteil in der Schweiz geboren ist oder hier ein Aufenthaltsrecht hat.

Eine kumulative Erfüllung obiger Kriterien ist notwendig.

 

Kontingentsituation 1. Quartal 2018

Im 1. Quartal 2018 stehen für EU/EFTA- Dienstleistungserbringer (Entsandte), für Nicht-EU/EFTA Staatsangehörige sowie für kroatische Staatsangehörige noch Kontingente zur Verfügung, eine Knappheit zeichnet sich noch nicht ab. Die neuen Kontingente werden anfangs April 2018 freigeschaltet.

 

Automatisierte Kontrollen an den Schengen-Aussengrenzen

In einem europaweiten Informationssystem (Entry/Exit-System, EES) werden zukünftig die Reisedaten, sowie die Gesichtsbilder und die Fingerabdrücke von Drittstaatsangehörigen, die für einen Kurzaufenthalt in den Schengen-Raum einreisen, festgehalten. Die Überprüfung erfolgt zurzeit manuell und ist nicht absolut zuverlässig. Das System soll bis 2021 implementiert sein. Die Kontrollen werden an den Schweizer Aussengrenzen, Flughäfen, stattfinden. Das EES ermöglicht den Grenzkontroll- und Migrationsbehörden die zulässige Aufenthaltsdauer exakt zu berechnen. Personen, die den Schengen-Raum nicht rechtzeitig verlassen, werden automatisch identifiziert.

Gleichzeitig wird der Schengener Grenzko- dex angepasst. Neu wird eine automatisierte Grenzkontrolle durch moderne Technologie vorgesehen. Ein Programm soll eingeführt werden, welches erlaubt vertrauenswürdige Vielreisende weniger umfassend zu kontrollieren, sofern sich diese vorgängig einer Sicherheitsprüfung  unterzogen haben.

 

Inländervorrang light ab Juli 2018 

Ab Juli 2018 gilt eine Meldepflicht für alle Berufe mit einer gesamtschweizerischen Durchschnittsarbeitslosenquote pro Jahr von über 8 Prozent. Die massgebenden Zahlen werden im April 2018 publiziert. Arbeitgeber müssen somit offene Stellen in diesen Berufen dem Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) melden, bevor die Stelle öffentlich ausgeschrieben wird. Das RAV übermittelt dem Unternehmen innert drei Tagen passende Kandidaten. Das Unternehmen ist verpflichtet die Vorschläge des RAV zu prüfen und Rückmeldung zu geben. Erst fünf Tage nach Meldung der Stelle beim RAV, darf die Stelle öffentlich ausgeschrieben und besetzt werden. Von dieser Regelung ausgenommen sind die interne Besetzung durch nahe Verwandte, Lehrabgänger oder Mitarbeiter, die mehr als sechs Monate im Betrieb tätig waren sowie bei Kurzeinsätzen bis 14 Tage.

 

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