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  • Aktuelles zum Thema Arbeitsbewilligungen

    Meldeverfahren für kurzfristige Erwerbstätigkeit | Neue Ausländerausweise für EU/EFTA-Staatsangehörige | Verordnungsänderung Entschädigungspflicht bei Entsendung

Artikel:

Aktuelles zum Thema Arbeitsbewilligungen

26. Februar 2020

 

Das Meldeverfahren für kurzfristige Erwerbstätigkeit
 

Wer profitiert vom Meldeverfahren?

Folgende Personen profitieren vom Meldeverfahren und dürfen eine kurzfristige Erwerbstätigkeit von maximal 90 Tagen innerhalb eines Kalenderjahres in der Schweiz ausüben:

  • EU/EFTA-Staatsangehörige (ausgenommen Kroatien, da derzeit noch Übergangsbestimmungen), die in der Schweiz eine auf 90 Tage befristete Stelle antreten.
     
  • Entsandte Arbeitnehmende eines Unternehmens mit Sitz in der EU/EFTA, unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit. Drittstaatsangehörige müssen jedoch vor der Entsendung in die Schweiz seit mindestens 12 Monaten im EU/EFTA-Raum gearbeitet haben.
     
  • Selbstständige Dienstleistungserbringende (Staatsangehörige der EU/EFTA) mit Sitz in einem Mitgliedstaat der EU/EFTA.

 

Acht meldefreie Tage

Sobald die Tätigkeit mehr als acht Tage innerhalb eines Kalenderjahrs dauert, ist sie meldepflichtig. Tätigkeiten in gewissen Branchen müssen in jedem Fall vom ersten Tag angemeldet werden.

 

Berechnung der Tage

Die acht meldefreien Tage und die bewilligte maximale Tätigkeitsdauer von 90 Tagen innerhalb eines Kalenderjahres beziehen sich bei einer Entsendung sowohl auf das Entsendeunternehmen als auch auf die entsandte Person. Bei gleichzeitiger Entsendung von mehreren Mitarbeitenden für denselben Einsatzzeitraum und Einsatzort werden die gemeldeten Tage nur einmalig vom Kontingent abgezogen.

 

Meldefrist

Die Meldung von entsandten Arbeitnehmenden und selbstständig Erwerbstätigen muss mindestens acht Tage vor dem vorgesehenen Beginn der Arbeit in der Schweiz erfasst werden. Die Arbeit kann nur in klar definierten Notfällen vor der achttägigen Meldefrist aufgenommen werden, sofern gewisse Voraussetzungen erfüllt sind.

Bei einem Stellenantritt bei einem Unternehmen in der Schweiz, muss die Meldung spätestens am Tag vor der Arbeitsaufnahme erfolgen.

 

Das Wichtigste in Kürze:
  • Das 90-Tage Kontingent gilt pro Rechtseinheit und Arbeitnehmende.
  • Die gesetzlich vorgegebene Vorlaufzeit beträgt grundsätzlich acht Tage vor dem ersten Arbeitstag.
  • Das Meldeverfahren kann nur von Unternehmen mit Sitz im EU/EFTA-Raum genutzt werden.
  • EU/EFTA Bürger und Drittstaatsangehörige, welche seit mindestens 12 Monaten im EU/EFTA Raum gearbeitet haben, profitieren von diesem vereinfachten Verfahren.
  • Für kroatische Staatsangehörige und Unternehmen mit Sitz in Kroatien gelten Übergangsbestimmungen.

 


 

UPDATE - Ausländerausweise für EU/EFTA-Staatsbürger

Die bisherigen Ausländerausweise in Papierform für EU/EFTA Staatsangehörige sind überholt und werden schweizweit bis Mitte 2021 ersetzt (mehr dazu). Der neue Ausländerausweis enthält keinen Chip, auf dem die biometrischen Daten abgespeichert werden. Es werden lediglich die Unterschrift und das Gesichtsbild auf der Karte ersichtlich sein. Die zusätzlichen Daten (Signatur und Gesichtsbild) müssen in einer offiziellen Erfassungsstelle registriert werden.

Mehr Informationen finden Sie in unserem Factsheet:
 

Download Factsheet

 


 

Verordnungsänderung Entschädigungspflicht bei Entsendung

Bisher hatten Arbeitgeber die Pflicht, bei einer Entsendung die Auslagen ihrer Arbeitnehmenden für die gesamte Entsendedauer zu tragen. Mit einer Verordnungsänderung, die am 1. April 2020 in Kraft tritt, wird die Entschädigungspflicht neu auf zwölf Monate begrenzt.