Wir verwenden Cookies auf unserer Webseite, um Ihren Besuch effizienter zu machen und Ihnen eine möglichst angenehme Nutzung bieten zu können. Indem Sie diese Website nutzen, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Bitte lesen Sie unsere DATENSCHUTZERKLÄRUNG. Dort erfahren Sie mehr über die von uns verwendeten Cookies und wie Sie diese löschen oder blockieren können.
  • Resultate der Kontrolltätigkeit 2021 zur Bekämpfung von Lohndruck und Schwarzarbeit
Artikel:

Aktuelles zum Thema Arbeitsbewilligungen - Juni 2021

09. Juni 2021

Bedeutung der flankierenden Massnahmen und der Bekämpfung von Schwarzarbeit

Die Pandemie hat die Kontrolltätigkeit im letzten Jahr erschwert und teilweise musste diese eingestellt werden. Dennoch wurden im Jahr 2020 die Einhaltung der Lohn- und Arbeitsbedingungen überprüft. Dies zeigen die Berichte des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) zur Umsetzung der flankierenden Massnahmen zum freien Personenverkehr zwischen der Schweiz und der EU und der Vollzug des Bundesgesetzes gegen die Schwarzarbeit.

Umsetzung der flankierenden Massnahmen zum freien Personenverkehr

Die flankierenden Massnahmen bilden ein wichtiges Mittel zum Schutz der Lohn- und Arbeitsbedingungen in der Schweiz. Damit werden missbräuchliche Unterbietungen der Schweizer Lohn- und Arbeitsbedingungen verhindert, sowie faire Wettbewerbsbedingungen für Schweizer und europäische Unternehmen gewährleistet.

Bei der Kontrolltätigkeit wenden die Vollzugsorgane eine risikobasierte Strategie an, um Verstösse gezielt dort zu bekämpfen wo die Risiken hoch sind.
 

Die Ergebnisse der flankierenden Massnahmen in Kürze

  • 132'000 Personen und 34'126 Unternehmen (Vergleich 2019: 160'000 Personen und rund 41'305 Unternehmen) wurden durch die kantonalen paritätischen und tripartiten Kommissionen kontrolliert
  • 6% aller Schweizer Arbeitgeber, 30% aller Entsandten und 30% der selbständigen Dienstleistungserbringer aus der EU/EFTA wurden kontrolliert
  • Ziel von 35'000 wurden aufgrund der Pandemie unterschritten
  • Rückgang (-1%) der festgestellten Lohnunterbietungen bei kontrollierten Schweizer Arbeitgebern
  • Von den 4'862 kontrollierten selbständigen Dienstleistungserbringern wurde bei 8% eine Scheinselbständigkeit vermutet
  • Abnahme der Lohnunterbietungen bei Entsandten ohne GAV von 15 % auf 13 % im Vergleich zum Vorjahr
  • Leichte Zunahme der Lohnunterbietungen bei Schweizer Arbeitnehmer von 10 % auf 12 %
     

Schwarzarbeitsbekämpfung auf stabilem Niveau

Das Bundesgesetz gegen die Schwarzarbeit (BGSA) schützt die Interessen der Arbeitnehmenden und bekämpft die Verzerrung des Wettbewerbes zwischen den Unternehmen. Im Rahmen der Schwarzarbeitsbekämpfung werden Arbeitgebende, Arbeitnehmende und Selbständigerwerbende auf die Einhaltung der Melde- und Bewilligungspflichten des Sozialversicherungs-, Ausländer- und Quellensteuerrechts kontrolliert.

Das SECO setzt als zuständige Aufsichtsbehörde des Bundes das BGSA um. Die kantonalen Kontrollorgane erfüllen, nebst der Durchführung von Kontrollen, auch Koordinationsaufgaben. Dem Kontrollorgan übermittelte Verstösse und Verdachtsfälle werden den zuständigen Spezialbehörden wie den Sozialversicherungs- oder den Steuerbehörden zur detaillierten Abklärung weitergeleitet.
 

Die Ergebnisse der Kontrollen zur Schwarzarbeit in Kürze

  • Im vergangenen Jahr wurden 10'345 Betriebskontrollen durchgeführt. Dies bedeutet eine Abnahme von 16 % zum Vorjahr
  • Mit 29'405 Personenkontrollen sind die Kontrollen um 16 % gesunken
  • Kontrollen wurden schwerpunktmässig im Bauhaupt- und Baunebengewerbe, im Gastgewerbe sowie im Handel durchgeführt
  • Gesamtschweizerisch wurden 10'716 Verdachtsmomente auf Schwarzarbeit gemeldet
  • Gebühren und Bussen im Umfang von 1 Mio. Schweizer Franken nahmen die Kantone ein
     

Gerne unterstützen Sie unsere Experten im Falle einer Arbeitsmarktkontrolle, bei der Berechnung der individuellen Mindestlohnanforderungen und weiterführenden Fragen.