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  • Veränderungen bei der Quellensteuerberechnung

    Was Abacus-Anwender beachten müssen

Artikel:

Veränderungen bei der Quellensteuerberechnung - Was Abacus-Anwender beachten müssen

19. August 2020

4 min

Ab 2021 treten die neuen Bestimmungen zur Quellenbesteuerung in Kraft. Welche Vorbereitungen Sie bereits jetzt in Abacus tätigen können.

Die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) und die Schweizerische Steuerkonferenz (SSK), deren Mitglieder die kantonalen Steuerverwaltungen sind, haben im Kreisschreiben Nr. 45 für die neue Quellensteuerberechnung eine Harmonisierung der Berechnung in allen 26 Kantonen beschlossen. Es wird aber weiterhin zwischen zwei Berechnungsmodellen unterschieden, dem Monatsmodell und dem Jahresmodell. Das Jahresmodell findet weiterhin nur in den Kantonen Freiburg, Genf, Tessin, Waadt und Wallis Anwendung.

Der Verein Swissdec und die Fachgruppe Steuern, deren Mitglieder sich aus den kantonalen Quellensteuerverwaltungen zusammensetzen, arbeiten an einer Standardisierung der Quellensteuerberechnung. Mit der neuen ELM Version 5.0, die mit der Abacus Version 2021 verfügbar sein wird, erfolgt eine Zertifizierung der Quellensteuerberechnung. Dazu werden aktuell Richtlinien und Testfälle ausgearbeitet.

Quelle: Kreisschreiben 1-045-D-2019 von der eidgenössischen Steuerverwaltung ESTV



Grundlagen für die neue Quellensteuerberechnung in Abacus

Die Auslieferung der neuen Quellensteuerberechnung erfolgte in mehreren Etappen. Mit den ersten Abacus Servicepacks im Jahr 2020 für die Versionen 2020 und 2019 wurden alle Grundlagen zur Verfügung gestellt, um die neue Quellensteuerberechnung vorzubereiten.

Damit die neue Quellensteuerberechnung eingesetzt werden kann, muss mindestens die Version 2019, Patch 15.10.2020 oder Version 2020, Patch 15.09.2020 im Einsatz sein.

Falls diesbezüglich noch kein Update geplant ist, nehmen Sie bitte direkt mit Ihrer Ansprechperson bei BDO Kontakt auf, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Wie finden Sie heraus, welche Abacus Version Sie im Einsatz haben?
Öffnen Sie Ihre Abacus Software und betätigen Sie die rechte Maustaste. Anschliessend öffnet sich ein Fenster, in dem Sie die Version anwählen können (siehe Abbildung 1).


Abbildung 1: Abacus Version anzeigen

 

Zusätzliche Angaben der Mitarbeitenden erforderlich

Als Vorbereitung für die neue Quellensteuerberechnung müssen von den Mitarbeitenden zusätzliche Informationen eingeholt und im Personalstamm nachgeführt werden. Dazu haben wir einen Fragebogen erstellt, den Sie Ihren Mitarbeitenden abgeben können. Diese Vorarbeit können Sie bereits jetzt starten:

Hier geht's zum Fragebogen

 

Steuerfälle, die auch bei Ihnen relevant sein können
 

  • Geht eine Person mehreren Erwerbstätigkeiten nach, sind die einzelnen Einkünfte mit dem ordentlichen Quellensteuertarif zu besteuern, da die bisherigen Tarifcodes D und O abgeschafft werden. Das wäre beispielsweise neu der Tarifcode A0N anstelle des bisherigen Tarifcodes D. Dies muss per Zeitachse 01.01.2021 im Personalstamm angepasst werden. Ebenfalls sind die Pensen oder Bruttolöhne der übrigen Anstellungen zu erfragen. Falls Mitarbeitende die Angaben der Nebenbeschäftigungen nicht angeben möchten, werden sie zu 100 Prozent besteuert. Es ist deshalb im Interesse des Mitarbeitenden, die korrekten Informationen zu liefern.
     
  • Bei Mitarbeitenden im Stundenlohn muss hinterlegt werden, ob die Lohnzahlung regelmässig (monatlich) oder bei sporadischer Tätigkeit unregelmässig erfolgt.
     
  • Die Lohnarten werden neu unterteilt nach periodischen Lohnbestandteilen (Monatslohn, Kinderzulagen, Stundenlohn, 13. Monatslohn, usw.) und aperiodischen Lohnbestandteilen (Bonus, Dienstaltersgeschenk, Abgangsentschädigung, usw.).
     
  • Untermonatige Ein-/Austritte: Umrechnung der «periodischen Lohnbestandteile» für die Quellensteuersatzbestimmung auf einen Monat (fix 30 Kalendertage). Aperiodische Lohnbestandteile werden anschliessend dazugezählt. Ermittlung der relevanten Tage wie bei den Sozialversicherungen (fix 30 Kalendertage). Diese Regelungen gelten auch für Stundenlöhner, sofern diese regelmässig ausbezahlt werden.
     
  • Ausscheiden von im Ausland geleisteten Arbeitstagen: Die im Ausland geleisteten Arbeitstage werden, sofern der quellensteuerpflichtige Mitarbeitende in die betroffene Kategorie fällt (siehe Kreisschreiben Nr. 45, Kapitel 6.7), für den Quellensteuerlohn ausgeschieden. Für die korrekte Ermittlung müssen deshalb die Arbeitstage in der Schweiz erfasst werden. Fix 20 Tage (für ein Vorjahr 240 Tage). Die relevanten Tage werden gemäss Anstellungstage umgerechnet.
    Beispiel: Eintritt 15.04.2021 = 20 Tage / 30 Tage * 15 Tage = 10 Tage
    Auslandsarbeitstage erfassen
    Für Bonuszahlungen für das Vorjahr gelten die Arbeitstage im Inland vom Vorjahr.
  • Quellensteuerberechnung bei Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses:
    Nachzahlungen werden grundsätzlich zum Austrittsmonat dazu gezählt. Bei Leistungen, deren Rechtsanspruch erst nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses entstanden sind (z.B. nachträglich beschlossene Bonuszahlung), erfolgt eine separate Berechnung der Quellensteuersatzbestimmung. Grundsätzlich gelten bei Bonusnachzahlungen die Verhältnisse zum Zeitpunkt der Auszahlung. Hat beispielsweise ein Mitarbeiter nach dem Austritt geheiratet, sollte der Arbeitgeber die Codierung auf B0N anpassen. Sind die tatsächlichen Verhältnisse nicht bekannt, kann mit den letzten bekannten Informationen zum Zeitpunkt des Austritts abgerechnet werden.

Diese Beispiele zeigen, dass für die neue Quellensteuerberechnung diverse neue Informationen benötigt werden. Dies hat zur Folge, dass einige Parametrisierungen auf den Lohnarten vorgenommen werden müssen, was einige Vorlaufzeit benötigt. Vereinbaren Sie deshalb frühzeitig einen Termin mit Ihrem Lohnberater, um die Parametrisierungen vornehmen zu lassen oder kontaktieren Sie das Abacus Service Center.
 

Kontakt

Bei Fragen steht Ihnen unser Service Center gerne zur Verfügung:
Montag - Freitag  | 08:00 - 12:00 und 13:30 - 17:00 Uhr

[email protected] | 0800 55 38 37 | Ticket Portal

 

Empfehlungen

  • Vereinbaren Sie mit den bestehenden Stundenlöhnern ein regelmässiges Arbeitsverhältnis und bestimmen Sie ein Teilpensum. Es vereinfacht Ihnen die Lohnverarbeitung.
  • Reichen Sie die Quellensteuerabrechnung nach Möglichkeit nur noch elektronisch ein. Sie steigern dabei Ihre Effizienz. Es entfallen die manuellen Einreichungen mit den verschiedenen vorgeschriebenen Formularen, oder gar die Erfassungen auf den unterschiedlichen Tools, der Quellensteuerämter.

Weitere Informationen zur neuen Quellensteuer 2021

Bei Fragen zum Kreisschreiben 45 oder zur Quellensteuer helfen Ihnen unsere Steuerexperten gerne weiter:

Ansprechpartner für die Deutschschweiz: Dejan Milosevic | ​Cyrill Habegger

​​Ansprechpartner für die Westschweiz: Virginie Ita | Denis Boivin

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