Cybersecurity 2026: Haben Sie diese 5 Risiken im Griff?

2025 verzeichnete die Schweiz 65'000 Cybervorfälle. Rund 25'000 KMU wurden Opfer eines schweren Angriffs – nur 42% fühlen sich ausreichend vorbereitet. KI-Phishing, Deepfakes und neue Meldepflichten verändern die Spielregeln. Diese 5 Risiken entscheiden 2026 über Ihre Widerstandsfähigkeit.

1

Unentdeckte und ausnutzbare Schwachstellen

Problem: Firewalls und Antivirensoftware reichen längst nicht mehr aus. Klassische Vulnerability Scans zeigen zwar tausende Schwachstellen auf – verraten aber nicht, welche davon ein Angreifer in Ihrem Umfeld tatsächlich ausnutzen kann. Genau dort entstehen die echten Einfallstore, oft über kompromittierte Lieferanten. Nur 20% der Schweizer KMU haben jemals ein Cybersecurity-Audit durchgeführt.

Lösung: Regelmässige Penetrationstests und Attack Path Validation statt reiner Schwachstellenlisten, Vulnerability Management mit Priorisierung nach tatsächlicher Ausnutzbarkeit sowie Sicherheitsprüfungen kritischer Lieferanten.

2

Informationssicherheit und persönliche Haftung der Geschäftsleitung

Problem: Bei grober Fahrlässigkeit haftet die Geschäftsleitung persönlich und strafrechtlich. Das revDSG, die 24-Stunden-Meldepflicht beim BACS, die NIS2-Richtlinie sowie der Cyber Resilience Act ab 2027 erhöhen den Druck zusätzlich. Wer Cybersicherheit nur als Kostenstelle betrachtet, verkennt ihren tatsächlichen Wert: Vertrauen, Marktzugang und Wettbewerbsvorteile.

Lösung: Pragmatische Frameworks wie CIS Controls oder NIST CSF statt schwergewichtiger Zertifizierungen, klare Verantwortlichkeiten auf C-Level, CISO-as-a-Service sowie die Positionierung von Cybersecurity als Verkaufsargument.

3

Keine Vorbereitung auf den Ernstfall

Problem: Nur 30% der Schweizer KMU verfügen über einen Notfallplan. Im Krisenfall zählt jede Stunde – die 24-Stunden-Meldefrist an das BACS lässt keinen Spielraum. Ein 200-seitiges Konzept im Schrank hilft niemandem um 3 Uhr nachts.

Lösung: Ein praxisnaher Notfallplan mit Checklisten und Playbooks, die Schritt für Schritt durch den Vorfall führen. Dazu gehören klare Rollen, definierte Eskalationswege, getestete Offline-Backups, vordefinierte Krisenkommunikation sowie frühzeitig ausgewählte externe Partner für Forensik und Recht.

4

KI-gestütztes Phishing und Deepfake-Betrug

Problem: KI-generierte Phishing-Mails sind kaum noch erkennbar. Deepfake-Audio für CEO-Fraud wurde 2025 bereits bei Schweizer Banken dokumentiert. Eine jährliche Awareness-Schulung reicht gegen Angriffe, die sich monatlich weiterentwickeln, nicht mehr aus.

Lösung: Interne Prozesse so gestalten, dass ungewollte Zahlungen gar nicht erst möglich werden – etwa durch das Vier-Augen-Prinzip und Rückrufverfahren. Mitarbeitende sollten ganzjährig sensibilisiert werden: mit kurzen, regelmässigen Phishing-Simulationen und Tabletop-Übungen.

5

Ransomware-Angriffe: Backups allein schützen nicht mehr

Problem: 2025 wurden dem BACS in der Schweiz 104 Ransomware-Angriffe gemeldet. Der durchschnittliche Schaden für ein KMU betrug 84'000 Franken. Moderne Angreifer stehlen Daten vor der Verschlüsselung – ein Backup allein hilft dann nicht mehr. Bei Datenlecks drohen zusätzlich Bussen nach revDSG.

Lösung: Mehrschichtige Verteidigung: Least-Privilege-Prinzip, immutable Offline-Backups nach der 3-2-1-Regel, Multi-Faktor-Authentifizierung, Netzwerksegmentierung und ein SOC zur kontinuierlichen Überwachung verdächtiger Aktivitäten.

Was Unternehmen jetzt tun sollten

Cyberangriffe entwickeln sich schneller denn je – technisch, organisatorisch und regulatorisch. Unternehmen, die 2026 resilient bleiben wollen, benötigen mehr als einzelne Sicherheitsmassnahmen: Entscheidend sind klare Prozesse, regelmässige Tests, sensibilisierte Mitarbeitende und eine ganzheitliche Sicherheitsstrategie.

Cybersicherheit Anfrage

Sind Sie auf den nächsten Cyberangriff vorbereitet?

Cyberbedrohungen entwickeln sich schneller denn je – viele Unternehmen erkennen kritische Schwachstellen erst nach einem Vorfall. Wir unterstützen KMU dabei, Sicherheitslücken frühzeitig zu identifizieren, regulatorische Anforderungen zu erfüllen und ihre Cyber-Resilienz nachhaltig zu stärken.

Von Penetration Tests über Notfallplanung bis hin zu Awareness-Trainings und Security Monitoring: Unsere Expertinnen und Experten begleiten Sie pragmatisch und praxisnah.

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