Cyberangriffe auf KMU: So schützen Sie Ihr Unternehmen vor den grössten Risiken

Cyberangriffe gehören längst zum Alltag – und treffen KMU besonders häufig. Oft genügen bereits kleine Schwachstellen, um erheblichen Schaden anzurichten. Wer die grössten Risiken kennt und gezielt adressiert, kann sein Unternehmen wirksam schützen und die Auswirkungen potenzieller Angriffe deutlich reduzieren.

Nachfolgend erfahren Sie, welche fünf Cybersecurity-Risiken Unternehmen besonders im Blick behalten sollten und wie sich diese wirksam reduzieren lassen.

1. Berechtigungen und Zugänge regelmässig überprüfen

Unternehmen agieren heute in einem vernetzten Ökosystem. Der laufende Austausch mit Kundinnen, Lieferanten, Partnern und Behörden schafft zahlreiche Schnittstellen, die potenzielle Sicherheitsrisiken bergen können.

Oft nutzen Angreifer Zugänge von Geschäftspartnern oder unzureichend kontrollierte Berechtigungen, um auf sensible Unternehmensdaten zuzugreifen. Durch eine regelmässige Überprüfung und konsequente Verwaltung von Benutzerrechten und Zugängen lässt sich dieses Risiko deutlich reduzieren.

2. Cybersecurity und Backup-Strategie konsequent verbinden

Ein aktueller Backup- und Recovery-Plan gehört zu den wichtigsten Schutzmassnahmen eines Unternehmens. Im Falle eines erfolgreichen Cyberangriffs ermöglicht er die Wiederherstellung kritischer Daten und die rasche Fortsetzung des Geschäftsbetriebs.

Entscheidend ist jedoch, dass Backup-Lösungen regelmässig getestet und laufend aktualisiert werden. Funktioniert die Wiederherstellung im Ernstfall nicht wie vorgesehen, können die Folgen für das Unternehmen gravierend sein.

3. Mitarbeitende sensibilisieren und schulen

Technische Schutzmassnahmen allein reichen nicht aus. Studien zeigen, dass menschliches Fehlverhalten nach wie vor zu den häufigsten Ursachen von Cybervorfällen gehört.

Unternehmen sollten deshalb ihre Mitarbeitenden regelmässig für Cyberrisiken sensibilisieren und praxisnahe Schulungen durchführen. Wiederkehrende Trainings helfen dabei, das Sicherheitsbewusstsein dauerhaft hochzuhalten und Risiken wie Phishing, Social Engineering oder unsicheren Umgang mit Daten zu minimieren.

4. Die möglichen Folgen eines Cyberangriffs realistisch einschätzen

Obwohl bereits jedes vierte Schweizer KMU Opfer eines Cyberangriffs geworden ist, werden die möglichen Auswirkungen häufig unterschätzt.

Cyberangriffe können erhebliche finanzielle Schäden verursachen – etwa durch Betriebsunterbrüche, Datenverlust, Erpressungsversuche oder Wiederherstellungskosten. Hinzu kommen mögliche Reputationsschäden, wenn vertrauliche Informationen in falsche Hände geraten oder Kundinnen und Kunden das Vertrauen verlieren.

Der Verlust von Vertrauen bei Kunden, Geschäftspartnerinnen und Mitarbeitenden kann langfristige Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg haben und im schlimmsten Fall die Existenz des Unternehmens gefährden.

5. Schwachstellen frühzeitig erkennen und beheben

Bekannte Schwachstellen sollten regelmässig überprüft und zeitnah behoben werden. Mit jedem veröffentlichten Software-Update werden häufig auch Sicherheitslücken älterer Versionen bekannt. Werden Updates nicht zeitnah installiert, steigt das Risiko eines erfolgreichen Angriffs erheblich.

Viele Unternehmen verlassen sich auf punktuelle Sicherheitsüberprüfungen. Diese liefern jedoch lediglich eine Momentaufnahme der aktuellen Sicherheitslage. Da sich IT-Infrastrukturen laufend verändern und ständig neue Schwachstellen entdeckt werden, genügt eine einmalige Prüfung nicht für einen nachhaltigen Schutz.

Managed Vulnerability Assessment: Schwachstellen kontinuierlich überwachen

Ein Managed Vulnerability Assessment ermöglicht die regelmässige und systematische Überprüfung der IT-Infrastruktur auf Sicherheitslücken. Neue Schwachstellen werden frühzeitig erkannt, sodass Gegenmassnahmen rasch eingeleitet werden können.

Leistungen im Überblick

  • Regelmässige Überprüfung aller extern erreichbaren Systeme (z.B. wöchentlich oder monatlich)
  • Kontrolle der umgesetzten Massnahmen durch periodische Nachprüfungen
  • Verständlicher PDF-Bericht mit Management Summary und detaillierten Ergebnissen
  • Sofortige Benachrichtigung bei kritischen Schwachstellen

Fazit: Cybersecurity ist eine Investition in die Zukunft

Cyberkriminalität zählt heute zu den grössten Risiken für die Kontinuität und Reputation eines Unternehmens. Sicherheitsvorfälle können erhebliche finanzielle, operative und rechtliche Folgen nach sich ziehen.

Unternehmen sollten deshalb jederzeit wissen, welche Daten und Informationen sie verarbeiten, welchen Wert diese besitzen und welche Risiken damit verbunden sind. Nur auf dieser Grundlage lassen sich wirksame Schutzmassnahmen etablieren und regulatorische Anforderungen erfüllen.

Investitionen in die Informationssicherheit reduzieren das Risiko von Datenschutz- und Sicherheitsvorfällen, schützen die Unternehmensreputation und helfen, hohe Folgekosten, Lösegeldforderungen sowie mögliche Sanktionen zu vermeiden.

Cybersicherheit Webinarreihe

Machen Sie Ihr Unternehmen fit für die digitale Zukunft: Unsere kostenlose Webinar-Reihe vermittelt Schweizer KMU praxisnahe Einblicke zu Cybersecurity, KI-Governance und Krisenmanagement. Lernen Sie, wie Sie Risiken minimieren, Chancen nutzen und Verantwortung souverän wahrnehmen.

Bleiben Sie auf dem Laufenden
mit den Newslettern von BDO