• BVG Info 1/2017
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BVG Info 1/2017

02. Juli 2017

Über den Inhalt der Altersreform 2020 haben wir bereits detailliert informiert (vgl. Altersreform 2020 - Fachartikel von Bruno Purtschert, April 2017). Der Bundesrat hat am 16. Juni 2017 nun bereits die «Verordnung über die Reform der Altersvorsorge 2020» in die Vernehmlassung geschickt. Dies ist notwendig, damit bei einer Annahme der Reform die rechtzeitige Umsetzung sichergestellt werden kann. Die Vernehmlassung zur Verordnung dauert bis am 6. Oktober 2017.

Die Altersreform besteht aus dem «Bundesgesetz über die Reform der Altersvorsorge 2020» und dem «Bundesbeschluss über die Zusatzfinanzierung der AHV durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer». Die vorstehend erwähnte Verordnung umfasst Regelungen, welche für die zeitliche Umsetzung der diversen Änderungen notwendig sind.

Auf den 1. Januar 2018 soll insbesondere die schrittweise Anhebung des Referenzalters der Frauen auf 65 Jahre sowie die Flexibilisierung des Rentenbezuges (AHV und BVG) in Kraft treten.

Per 1. Januar 2019 soll der Mindestumwandlungssatz schrittweise von 6,8 Prozent auf 6 Prozent gesenkt werden. Die Ausgleichsmassnahmen - u.a. eine Verstärkung des Vorsorgesparens und die Erhöhung der AHV-Rente um monatlich CHF 70 - sollen ebenfalls per 1. Januar 2019 umgesetzt werden.

Um die höheren AHV-Renten finanzieren zu können, sollen die AHV-Lohnbeiträge um 0,3 Prozent erhöht werden (Arbeitnehmer/Arbeitgeber je 0,15 Prozent). Dies wird erst umgesetzt, wenn das Referenzalter der Frauen und Männer bei 65 liegt, d.h. per 1. Januar 2021.

Am 24. September 2017 wird über den «Bundesbeschluss über die Zusatzfinanzierung der AHV durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer» abgestimmt. Betreffend dem «Bundesgesetz über die Reform der Altersvorsorge 2020» läuft bis am 6. Juli 2017 die Referendumsfrist. Sollte dieses Referendum zustande kommen, wird am 24. September 2017 auch über das Bundesgesetz abgestimmt. Wichtig zu wissen ist, dass die zwei Vorlagen eine einzige Reform bilden. Diese scheitert, falls auch nur bei einer Abstimmung ein Nein resultiert.

 

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