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  • Bekämpfung von Lohndruck und Schwarzarbeit

    Resultate der Kontrolltätigkeit im Jahr 2019

Artikel:

Hohe Bedeutung der flankierenden Massnahmen und der Bekämpfung von Schwarzarbeit

22. Juni 2020

Auch im Jahr 2019 blieb die Kontrolldichte hoch. Verglichen mit dem Vorjahr ist im Rahmen der Schwarzarbeitsbekämpfung die Anzahl der Betriebskontrollen konstant geblieben, die Personenkontrollen haben leicht abgenommen. Dies zeigen die Berichte des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) zur Umsetzung der flankierenden Massnahmen zum freien Personenverkehr zwischen der Schweiz und der EU und der Vollzug des Bundesgesetzes gegen die Schwarzarbeit.
 

Umsetzung der flankierenden Massnahmen zum freien Personenverkehr 

Die flankierenden Massnahmen bilden ein wichtiges Mittel zum Schutz der Lohn- und Arbeitsbedingungen in der Schweiz. Damit werden missbräuchliche Unterbietungen der Schweizer Lohn- und Arbeitsbedingungen verhindert, sowie faire Wettbewerbsbedingungen für Schweizer und europäische Unternehmen gewährleistet.

Bei der Kontrolltätigkeit wenden die Vollzugsorgane eine risikobasierte Strategie an, um Verstösse gezielt dort zu bekämpfen wo die Risiken hoch sind.
 

Die Ergebnisse der flankierenden Massnahmen in Kürze:

  • 160'000 Personen und rund 41'305 Unternehmen wurden durch die kantonalen paritätischen und tripartiten Kommissionen kontrolliert
  • 8% aller Schweizer Arbeitgeber, 29% aller Entsandten und 32% der selbständigen Dienstleistungserbringer aus der EU/EFTA wurden kontrolliert
  • Rückgang des Kontrollvolumens im Vergleich zum Vorjahr
  • Rückgang (-1%) der festgestellten Lohnunterbietungen bei kontrollierten Schweizer Arbeitgebern
  • Anstieg der festgestellten Lohnunterbietungen (+1%) und Verstösse gegen Mindestlöhne (+1%) bei den kontrollierten Entsendungen
  • Von den 5'993 selbständigen Dienstleistungserbringern wurde bei 8% eine Scheinselbständigkeit vermutet
  • 57% der Verständigungsverfahren bei Schweizer Betrieben und 84% bei Entsendebetrieben konnten erfolgreich abgeschlossen werden
  • 73% aller Lohnunterbietungen konzentrieren sich in den Kantonen Tessin, Zürich und Genf
  • In den Fokusbranchen Baugewerbe, Gastgewerbe, Handel und Dienstleistungen für Unternehmen (Banken, Versicherungen, Immobilienwesen, Informatik, Forschung und Entwicklung wurden am meisten Kontrollen durchgeführt
  • 2'503 Bussen und 931 Dienstleistungssperren wurden verhängt

 

Schwarzarbeitsbekämpfung auf stabilem Niveau

Das Bundesgesetz gegen die Schwarzarbeit (BGSA) schützt die Interessen der Arbeitnehmenden und bekämpft die Verzerrung des Wettbewerbes zwischen den Unternehmen. Im Rahmen der Schwarzarbeitsbekämpfung werden Arbeitgebende, Arbeitnehmende und Selbständigerwerbende auf die Einhaltung der Melde- und Bewilligungspflichten des Sozialversicherungs-, Ausländer- und Quellensteuerrechts kontrolliert.

Das SECO setzt als zuständige Aufsichtsbehörde des Bundes das BGSA um. Die kantonalen Kontrollorgane erfüllen, nebst der Durchführung von Kontrollen, auch Koordinationsaufgaben. Dem Kontrollorgan übermittelte Verstösse und Verdachtsfälle werden den zuständigen Spezialbehörden wie den Sozialversicherungs- oder den Steuerbehörden zur detaillierten Abklärung weitergeleitet.


Die Ergebnisse der Kontrollen zur Schwarzarbeit in Kürze:

  • Die Betriebskontrollen sind mit 12'181 Kontrollen leicht gestiegen
  • Mit 34'965 Personenkontrollen sind die Kontrollen um 5.8% gesunken
  • Kontrollen wurden schwerpunktmässig im Bauhaupt- und Baunebengewerbe, im Gastgewerbe sowie im Handel durchgeführt
  • Gesamtschweizerisch wurden 20% weniger Verdachtsmomente auf Schwarzarbeit gemeldet
  • Rund 1,1 Mio. Franken Gebühren und Bussgelder sind bei den Kantonen eingegangen
  • 19% Abnahme der Rückmeldungen der Spezialbehörden über getroffene Massnahmen und verhängte Sanktionen an die kantonalen Kontrollorgane
    • Sozialversicherungsrecht 736 Fälle (-20%)
    • Ausländerrecht 2'012 Fälle (-18%)
    • Quellensteuerrecht 608 Fälle (-22%)

 

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