Wir verwenden Cookies auf unserer Webseite, um Ihren Besuch effizienter zu machen und Ihnen eine möglichst angenehme Nutzung bieten zu können. Indem Sie diese Website nutzen, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Bitte lesen Sie unsere DATENSCHUTZERKLÄRUNG. Dort erfahren Sie mehr über die von uns verwendeten Cookies und wie Sie diese löschen oder blockieren können.
  • NPO Letter 1/2020
Publikation:

NPO Letter 1/2020

22. Juni 2020

Freiwillige und Ehrenamtliche

 

Gemeinsam erfolgreich

Viele Projekte von Stiftungen, Vereinen und weiteren NPO könnten ohne Freiwilligenarbeit und ehrenamtliches Engagement nicht geführt und realisiert werden. Den passenden Mix von Professionalität, Freiwilligenarbeit und Ehrenamtlichen zu finden, ist eine anspruchsvolle Massarbeit. Die Freiwilligenarbeit und das Ehrenamt gilt es zu planen und zu managen. Damit vermeidet man Missverständnisse, Frustration und Konflikte.

 

Freiwilligenarbeit als Gewinn für jede Institution

Die Schweiz hat eine lange Tradition an freiwilligen und ehrenamtlichen Engagements. Dieses Milizwesen gilt neben der direkten Demokratie und dem Föderalismus als tragende Säule des schweizerischen Systems. Rund ein Viertel der Schweizer Bevölkerung über 15 Jahren ist innerhalb von Vereins- und Organisationsstrukturen freiwillig engagiert. Jeder Zehnte ist ehrenamtlich – das heisst in Form eines gewählten Amtes – formell freiwillig tätig. Freiwilligenarbeit umfasst jegliche Formen unentgeltlicher, selbstbestimmter Einsätze ausserhalb der eigenen Kernfamilie und wird zeitlich befristet geleistet. Sie unterscheidet sich somit von der marktgerecht bezahlten Arbeit, die in der Regel als professionelle Tätigkeit bezeichnet wird. Auch im NPO-Bereich sollte Freiwilligenarbeit die bezahlte Arbeit nur ergänzen und nicht konkurrenzieren.

Das Milizsystem basiert auf der Vorstellung und Überzeugung, dass befähigte Bürgerinnen und Bürger öffentliche Rollen übernehmen können, um nach ihren Kräften Aufgaben in Staat und Gesellschaft zu bewältigen. Freiwillige in ehrenamtlichen Führungsgremien ermöglichen der Organisation eine Vernetzung auf politischer und wirtschaftlicher Ebene. Und das Einbringen von unterschiedlichen beruflichen Qualifikationen im Führungsorgan bereichert die Institution. Der Einbezug von freiwilligen Mitarbeitenden ist mit einem personellen und – in geringerem Masse – finanziellen Aufwand verbunden, der sich auf jeden Fall lohnt. Mit dem Einsatz von Freiwilligen gewinnen NPO an zeitlichen und fachlichen Ressourcen. Freiwillige Mitarbeitende beleben eine Organisation, sei es durch ihre Lebenserfahrung oder ihre spezifischen Fähigkeiten und Kompetenzen. Sie verankern die Institution in der Bevölkerung, unterstützen dessen Image und treten als Multiplikatoren auf.

Die Einbindung kann als kurzer, projektbezogener Einsatz oder aber über eine langfristige Mitarbeit erfolgen. Es können Gruppen eingebunden werden, die bisher wenig aktiv und eher institutionsfern waren. Die Kunst besteht darin, für jede Person das passende Paket zu schnüren. Für junge Menschen bietet die Freiwilligenarbeit eine ausgezeichnete berufliche Einstiegsmöglichkeit. Sie können so erste Erfahrungen sammeln, von denen sie später im Leben profitieren. Der Einsatz von Freiwilligen darf jedoch keine Lösung sein, um die Kernaufgaben der Institution durch Gratisarbeit abzudecken. Freiwilligenarbeit ist ergänzend einzuplanen.

 

Lesen Sie hier den ganzen Artikel